Katze gerettet

Unsere Katze Cookie wurde vermisst. Sie darf bei uns nach draußen gehen und erkundet auch recht weite Gebiete. Sie ist auch früher schon mal einen ganzen Tag weg geblieben. Aber so lange noch nie. Bis sie am vergangenen Samstag nach elf Tagen wieder aufgetaucht ist. Und das kam so: Nach einigen Tagen ohne unsere liebe und sehr zutrauliche Cookie entschied sich meine Frau eine Vermisstmeldung aufzugeben. Als wir die Katzen bekommen haben, wurden sie von uns bei dem Verein "Tasso e.V." registriert. (www.tasso.net) Dieser Verein hilft Tierhaltern, wenn sie ihre Tiere vermissen, diese zurück zu bekommen. Bisher hatten wir das noch nie gebraucht. Linda meldete Cookie vermisst und wir bekamen Plakate und Handzettel zugeschickt, die wir verteilen konnten. Darauf meldete sich niemand. Bis zu diesem besagten Samstag. Linda war mit unserem Mittleren unterwegs und ich mit den beiden anderen zuhause, da klingelte das Telefon. Anruf auf unserer privaten Nummer. Ich gucke auf das Display. Nummer unbekannt aber mit entfernter Vorwahl. Keine Lust dranzugehen und jemanden abzuwimmeln, der mir irgendwas verkaufen will. Sekunden später klingelt mein Handy. Linda dran. "Cookie wurde gefunden! Gerade hat mich Tasso angerufen!" Eine Nachbarin hatte die Nummer auf dem Plakat gewählt, um zu melden, dass die Katze gefunden worden war. Sekunden später klingelt eben diese Nachbarin an unserer Haustür. "Beim Nachbar im Silo ist eine Katze und es könnte vielleicht ihre sein. Kommen sie schnell!" Das Silo, ein in die tiefe gegrabenes, rundes Loch in einer alten Scheune ist kaum zugänglich. Über den Zugang wurden vor 40 Jahren Reste eines schweren Wagens gelegt und seit dem nicht mehr bewegt. Die Nachbarn haben bereits eine Lampe hinunter gelassen, damit man die Katze sehen kann. Einen Tag zuvor habe sie begonnen zu rufen. Man habe sich dabei erst nichts gedacht aber dann doch nachgeschaut. Ich klettere auf den Haufen und spähe in die Tiefe. Tatsächlich. An den weißen Pfoten und dem weißen Schwanzende wunderbar zu erkennen. Das ist unsere Cookie da unten in dem dunklen Loch. Als ich anfing sie zu rufen, konnte man ganz klar erkennen, dass sie meine Stimme erkennt. Sie fing an anders zu maunzen und viel mehr nach oben zu sehen. Sie hat versucht mich zu erkennen. Wahrscheinlich ist die arme Katze auf dem Gerümpel oben auf dem Loch herumgeklettert, abgerutscht und in die Tiefe gefallen. Es bleibt uns ein Rätsel, ob sie die vollen elf Tage dort unten war oder erst kürzlich reingestürzt ist. Die Helfer lassen eine Schale mit Futter nach unten und sie steht auf. Sie läuft. Sie frisst. Juhu, es geht ihr also gut. Aber offenbar nicht gut genug. Der erste Versuch mit einer langen Latte ging daneben. Die Helfer wollten das Tier dazu animieren die Latte nach oben zu klettern. Dazu schien sie aber viel zu schwach. Auch die erste Mahlzeit nach einigen Tagen konnte ihr nicht die Kraft geben empor zu klettern. Es folgten Versuche mit einem Sack und mit der vertrauten Katzenhöhle sie wieder hochzuziehen. In ihre Katzenhöhle taten wir eine Futterschale und ließen sie an einem Seil zu Cookie hinunter in ihr unfreiwilliges Gefängnis. Sie frisst voll drauf los und kriecht mit den Vorderpfoten komplett hinein. Juhu, ich versuche die Katzenhöhle mit Katze drin wieder nach oben zu ziehen. Cookie frisst und hängt mit dem Hinterteil hinten raus. Ich ziehe. Sie frisst. Ich ziehe. Da kommt mir dir Angst. "Was ist, wenn sie auf halber Strecke raus fällt?" Ich ziehe schneller weiter. Sie ist fast oben. Ein Helfer greift nach ihr und sie fällt aus der Katzenhöhle in die Tiefe. Sie fängt sofort an zu Maunzen, es geht ihr immer noch gut. Oh Mann, das war ein Schock! Es half also nichts. Wir mussten irgendwie einen Zugang schaffen, damit wir eine Leiter hinunterlassen und runterklettern könnten. Dazu brachte ein Helfer seinen Vorderlader. Mit diesem schweren Gerät konnten nun die schweren Wagenteile etwas angehoben werden und eine Leiter in die Tiefe geführt werden. Hier könnt ihr euch ein Video davon ansehen. https://youtu.be/-pWNlxIqBQU Nach wenigen Minuten konnten wir eine Leiter in die Tiefe lassen und dann auch genau sehen, wie dünn derjenige sein musste, der hinunter klettert. "Der Tanzlehrer, der passt da durch. Auf geht's!" Ich war mir nicht so sicher. Seit einigen Wochen halte ich mein Gewicht UND meinen Bauchumfang auf Rekordniveau. Auf dem Bild kann man sehen, wie eng es zwischen Leiter und Gerümpel war. Irgendwie habe ich mich durchgezwängt. Cookie hat unten nicht aufgehört zu Maunzen die ganze Zeit. Ich bin zu ihr hinunter und konnte sie ein bisschen beruhigen. Sie war sehr dünn und sehr ängstlich aber kam sofort zu mir. Definitiv hat sie mich wiedererkannt und definitiv hat sie gewusst, jetzt geht's heim. Zuerst mussten wir aber gemeinsam die Leiter auch wieder nach oben kommen. Cookie kletterte von meinem Arm über meine Schulter direkt in die Arme der Helferin, die oben auf uns wartete. Geschafft. Die kleine Katze ist nach elf Tagen wieder in Sicherheit. Alle Helfer waren stolz und voller Freude über den guten Ausgang. Jetzt gerade liegt Cookie nicht weit von mir auf unserem Sofa und schläft seelenruhig. Sie frisst normal, sie bewegt sich normal und sie verhält sich normal. Nur nach draußen geht sie jetzt nicht mehr so lang und häufig wie vor ihrer großen Odyssee - das ist aber auch gut so, finden wir. Wir sind allen Nachbarn und Helfern so dankbar! Auch Tasso e.V. gilt großer Dank und Anerkennung für ihre Hilfe. Wir haben die Plakate völlig umsonst bekommen. Ohne die Plakate wären die Nachbarn nicht auf unsere Katze aufmerksam geworden. Sie hätten auch nicht bei Tasso angerufen. Überlegt euch mal, was es für ein Aufwand ist die Telefone rund um die Uhr besetzt zu halten, damit Menschen ihre verlorenen Tiere wieder bekommen können. Deshalb geht mit diesem Beitrag auch eine Spende von uns an die tolle Organisation Tasso e.V. Wir sind dankbar für euren Dienst. Wenn du, lieber Leser, nach dem Lesen auch spenden möchtest, kannst du das gerne unter www.tasso.net machen. Rund um diese Rettungsaktion gäbe es noch viel mehr Geschichten zu erzählen. Aber ich will es mal dabei belassen. Wenn ihr noch mehr wissen wollt, schreibt mir einfach, ich freue mich über euer Interesse. Heute im Gottesdienst hatte ich den Eindruck, ich solle die Geschichte allen erzählen. Ich fragte Gott wieso ER das meinte und ER hat mich auf einen tollen Zusammenhang hingewiesen. Die Katze ist abgerutscht und in die tiefe gestürzt. Aus diesem dunklen Loch gab es ohne Hilfe kein Entkommen. Vielleicht hat sie es versucht. Vielleicht hat sie versucht an der steilen Wand empor zu klettern. Sicher hat sie Angst gehabt in dem Loch. Sie hat sich erst nach eineigen Tagen bemerkbar gemacht und um Hilfe gerufen. Die Latte konnte ihr nicht helfen, sie war zu schwach dazu. Die heruntergelassene Katzenhöhle konnte ihr nicht helfen, sie vertraute dem unpersönlichen Retter nicht. Dann kam eine vertraute Person, stieg zu ihr hinab und trug sie wieder nach oben. Kommt dir das bekannt vor? Wir fallen auch manchmal durch dumme Fehler in tiefe Löcher. Wir versuchen selber wieder raus zu kraxeln und schaffen es einfach nicht. Erst nach einiger Zeit, wenn es wirklich zu ungemütlich wird, machen wir uns bemerkbar. Wir lassen unsere Umwelt wissen, es ist nicht "alles ok". Dann bekommen wir Hilfestellungen angeboten, die aber die eigenen Kräfte komplett übersteigen. Rettungsangebote vielleicht auch in Form von scheinbar vertrauten Dingen, die uns aber dann schlussendlich wieder fallen lassen. Wenn du da mit fühlen kannst, dann lass dir sagen: Gott hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um sich einen Zugang zu dir zu verschaffen. Er hat mehr als nur einen Frontlader herbei geschafft. Er hat sich auf den Weg gemacht und ist uns in der Person Jesus Christus gleich geworden. Er hat sich nicht geschont und - so wie ich - versucht dich zu angeln irgendwie. Er ist dir ganz nah gekommen und will dich auf seinen Schultern wieder ans Licht bringen. Wenn du ihm vertrauen willst, dann wird er dich tragen. "Aber ich bin doch selber Schuld, dass ich in das Loch gefallen bin. Warum sollte Gott mir helfen?" Ganz ehrlich? Was für eine dumme Frage. Wenn sogar ich meiner Katze helfe... :-) Gott liebt dich! Er hat all seine Kreativität und seine Schaffenskraft in dich hinein gelegt. Er hat dich nicht so nebenbei gemacht. Er will mit dir zusammen sein und er steigt zu dir runter um dich da abzuholen, wo du gerade bist. Verängstigt, halb verhungert, allein. Dein Retter kommt und wird dich holen! Vertrau auf ihn und rufe nach Ihm. Du wirst seine Stimme erkennen und Er wird dich retten!

"Und wenn du in Not bist, rufe mich an! / Dann will ich dich retten – und du wirst mich ehren!" Psalm 50,15

"Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenne sie, sie folgen mir und ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden niemals verlorengehen. Niemand wird sie mir aus den Händen reißen." Johannes 10,27-28

Du kannst dir sicher sein, dass Gott dein Gebet hört. Wenn du ihn jetzt im Gebet ansprichst, bin ich mir sicher, dass Er dir antworten wird. Er gibt Ideen, schenkt Wunder, verändert Situationen, schafft einen Zugang und rettet Dich! Rede mit Ihm, Er hilft dir raus. Warte nicht zu lange in deinem Loch bevor du nach ihm das Maunzen anfängst. Es wird Zeit sich retten zu lassen, findest du nicht? Miau! äh Amen!

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